Der Künstler Hannes Gruber ist noch täglich in seinem hellen Atelier in Sils-Baselgia tätig. Er sagt von sich, er könne nicht anders und er könne auch nichts Anderes. Mit Hi-Tech kann er nicht umgehen. Er hat Angst, dass er mit dessen Umgang das SEHEN verlieren würde.
„Die frühen Zeichnungen und die Landschaften in Öl aus den 40er Jahren weisen Hannes Gruber noch als Gubler-Schüler aus. Die Übersiedlung in das abgeschiedene Grevasalvas, einen Schlüsselort für Grubers künstlerische Entwicklung, führt nach und nach zur Besinnung auf die eigene Veranlagung.
Gruber erlebt das Naturschöne und das Kunstschöne als eine Einheit, die erhaltenswert ist. Der Landschaftsmaler Gruber wird zum Lichtmaler und entwickelt seine "Theorie der Um-Farbe", die sein künftiges Schaffen bestimmt. Die Grundlinien der Landschaft verselbständigen sich, sie lösen sich von den Formen, die sie noch umrissen haben. Was einst Form war, reduziert sich jetzt zum Zeichen, zur Abstraktion.“
(SIK Biografisches Lexikon der Schweizer Kunst 1998)
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